EXUMER // PRIPJAT // REACTORY // ÜBERGANG // 06.12.2019

Veranstaltungs Details

  • Künstler: EXUMER // PRIPJAT // REACTORY // ÜBERGANG
  • Datum: 2019-12-06
  • Einlass: 19:00 Uhr
  • Vorverkauf: 20 EUR zzgl. Gebühren
  • Abendkasse: 25 EUR

Event Information

M.A.D. Tourbooking presents:

EXUMER “Winter Hostilities 2019”
guests: PRIPJAT // REACTORY // ÜBERGANG

EXUMER – ‘Hostile Defiance’, Exumers fünftes Studioalbum, erscheint am 5. April 2019 und bietet genau das, was sein Titel suggeriert: 42 voll auf die Zwölf gehende Minuten, in denen die Thrasher sich zu keiner Sekunde zügeln, sondern auf ihre unvergleichliche Art die Hölle losbrechen lassen. Dies  geschieht allerdings auf abwechslungsreichere und dynamischere Art als jemals zuvor „Wir wollten uns klanglich weiterentwickeln, melodischer werden und rhythmisch vielfältiger“, erklärt Sänger Mem Von Stein. „Wir gehen jetzt wesentlich mutiger vor, indem wir uns bemühen, mit einem Sound relevant zu bleiben, der in der heutigen Thrash-Szene für sich selbst stehen kann, ohne banal oder verkrampft retro zu wirken. Außerdem sollen unsere Hörer nicht davon ausgehen, dass wir ständig ein und dasselbe Feeling und Tempo verwenden oder nur eine Gangart kennen. Vor diesem Hintergrund entstand eine Mischung aus melodischen und derben Nummern, eingängigen Hooks und Midtempo-Songs.“ Während der Titel offensichtlich angriffslustig wirkt, gestalten sich die Texte tiefgründiger und anspruchsvoller, wobei Von Stein sein Interesse für und Verständnis von psychischen Krankheiten zur Geltung bringt. Schließlich arbeitet er schon seit 2002 im psychiatrischen Bereich und ist ausgebildeter Sozialarbeiter. „Der Titel Hostile Defiance beruht auf dem sogenannten oppositionellen Trotzverhalten, das insbesondere Teenager betrifft. Die jeweilige Person pendelt zwischen Reue und feindseligem Widerstand hin und her, doch der Begriff passte auch perfekt zu unserer Haltung als Band bzw. unserer Situation zu diesem Zeitpunkt in unserer Laufbahn: Wir wollen auf keinen Fall langsam dahinsiechen oder uns Genre-Trends beugen.“
Die Band erreichte mit ihrem 2016er Wutbrocken The Raging Tides alles, was sie sich im Vorfeld erhofft hatte, denn es „hat endgültig bewiesen, dass wir anders als in den 1980ern langfristig am Ball bleiben werden und nicht wieder nach zwei Platten von der Bildfläche verschwinden. Gleichzeitig markierte das Material einen eindeutigen Fortschritt, sowohl in puncto Songwriting als auch Produktion, und zeigte Exumer von ihrer bisher tightesten Seite.“ Eine erfolgreiche Tournee spornte die Gruppe zusätzlich an, obwohl sie im Anschluss schnell neue Songs schreiben wollte. Exumer wollten sich noch nie wiederholen bzw. auf der Stelle treten, also nahmen sie sich vor, ein Album zu erarbeiten, das nicht nur besser, sondern auch erheblich anders ausfallen sollte als sein Vorgänger. Immerhin gelang ihnen dies schon einmal, wenn man Fire And Damnation – ihr Comeback 2012 nach 25-jähriger Pause – mit The Raging Tides vergleicht. So stark diese beiden Longplayer auch gewesen sein mögen, halten sie Hostile Defiance weder in Sachen Tiefe noch Tightness oder Facettenreichtum stand. Von Stein behauptet selbstbewusst, es sei ihr persönliches Master Of Puppets oder Reign In Blood. „Ich glaube, die Gesangs- und Gitarrenmelodien werden viele unserer Fans angenehm überraschen, weil die Musik dadurch intensiver und zugleich einfacher zugänglich geworden ist. Unterdessen haben wir nichts von unserer Aggression und Energie eingebüßt.“ Die größte Schwierigkeit beim Komponieren bestand für die Band darin, dass die Mitglieder so weit voneinander entfernt leben. Aus diesem Grund genoss sie nicht den Luxus, zu beliebigen Zeiten arbeiten zu können, denn jeweils eine Hälfte der Musiker wohnt in Deutschland respektive New York. „Wir haben im Sommer 2017 mit der neuen Scheibe angefangen und uns erst im Winter des Jahres zu Sessions in einem Proberaum getroffen. Nachdem wir dann im darauffolgenden Frühling für sieben Tage einen Raum mit angegliedertem Studio gemietet hatten, klärten wir alle offenen Details im Sommer 2018. Jedes Mal, wenn wir für Konzerte oder Touren zusammenfanden, arbeiteten wir an den Tagen vor unseren Gigs an den neuen Liedern.“ Das Ergebnis klingt ausgesprochen gelungen und keineswegs überhastet. Es zeugt von den Fertigkeiten aller Beteiligten und jener Art von Magie, die aufkommt, wenn Exumer selbst für kurze Zeit die Köpfe zusammenstecken. Gleich der eröffnende Titelsong, ein Ton gewordener Adrenalinschub und Zornesausbruch, macht die Absichten der Gruppe deutlich, bevor Tracks wie ‚Dust Eater‘ oder ‚The Order Of Shadows‘ den Fuß vom Gaspedal nehmen, ohne dass die Jungs ihren Biss verlieren würden. Vielmehr packen sie den Hörer am Hals und fordern seine Aufmerksamkeit. Die Melodien stehen zwar weiter im Vordergrund als auf vorangegangenen Alben, haben jedoch nichts Anbiederndes oder Berechnetes an sich, sondern passen ausnahmslos hervorragend ins Gesamtbild der einzelnen Stücke und bewirken eine Vielfalt von Stimmungen. In gleichem Maß stecken Von Steins intelligente Texte hervor und regen den Fan zum Nachdenken an. „Jeder Song erzählt eine Story, in der es um diese oder jene Form von geistiger Erkrankung und darum geht, wie sie sich äußert. Ich möchte, dass diese Themen im Gespräch bleiben, ohne die Betroffenen zu stigmatisieren oder Klischees zu verbreiten, und bin fest davon überzeugt, dass wir psychische Leiden, je mehr wir sie akzeptieren und als normal erachten wie jede andere Krankheit – Herzprobleme, Diabetes oder Bluthochdruck –, umso schneller von Vorurteilen befreien und die Menschen dafür  sensibilisieren können, sodass die Notwendigkeit einer Behandlung begriffen wird.“ Dementsprechend setzt sich ‚Raptor‘ mit Depression und den damit einhergehenden Gefühlen auseinander, den Trauerphasen sowie der Isolation und Teilnahmslosigkeit, wohingegen ‚Trapper‘ die Symptome der Schizophrenie beleuchtet. Die beschriebene Person leidet unter Halluzinationen, während derer er Dämonen sieht, die ihn dazu treiben, sich seiner Krankheit zu beugen. Solche Themen schlagen sich auch im Artwork des Albums nieder, denn auf dem Cover versucht das maskierte Bandmaskottchen, sich aus einer Zwangsjacke zu befreien, nachdem es die Stadt im Hintergrund niedergebrannt hat. Darum geht es im Song ‚Carnage Rider‘, genauer gesagt um  „Wahnvorstellungen und die Zerstörungsorgie, zu der sich der Protagonist hinreißen lässt, weil er keine Medikamente eingenommen hat.“ Darüber hinaus kommt dieses Album zu einem angemessenen Zeitpunkt heraus, da die Debatte um Geisteskrankheiten „jedes Mal hochgekocht wird, wenn es in den Vereinigten Staaten zu einer Massenschießerei kam. Es ist ein  wiederkehrendes gesellschaftliches Thema, das angegangen und richtig begriffen werden muss, ohne Vorwürfe oder negative Konnotationen.“ Für Hostile Defiance haben Exumer zum dritten Mal mit Produzent Dennis Koehne (Sodom, Melechesh) gearbeitet, der die Aufnahmen in Studios in Dortmund und Frankfurt betreute. Die Sessions mit ihm war geprägt von einer „rundum extrem positiven Stimmung und starken Arbeitsmoral, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“ Die Band möchte das Album aggressiv auf Tour bewerben und beginnt ihre Reise zum Veröffentlichungstermin in Europa. In diesem Zug wird sie so viele Länder abklappern, wie sie kann. „Unser Ziel lautet ganz einfach: Exumer als eine der führenden deutschen Thrash-Combos etablieren, die in den 80ern anfing und die Fackel in die 20er des neuen Jahrtausends weiterträgt.“

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PRIPJAT – Get your asses into a bunker, ’cause PRIPJAT are about to hit you! The four Amigos from Cologne, Germany are heading to a very straight direction: THRASH. And they love it – on and besides the stage. Those who have seen them live know about their energetic shows that kick the audience directly back to the 80s. But there is no room for nostalgia. The guys use all the elements that make this genre so great: Slayer, Kreator, Destruction, Megadeth, Annihilator, Testament, Violator, Artillery or Havok – you name it! This mixture is not only fun, but leaves a deep and distinct impression. The unfamiliar name has a simple story. Kirill (Vocals, Guitar) and Eugen (Guitar) both come from Kiev, Ukraine – 80 kilometers away from the Tschernobyl nuclear plant. Their own lives as well as their parents’ lives have directly been influenced by the nuclear disaster back in ’86. These guys know what they are yelling about. This is often reflected in their lyrics, like in ‘Liquidators’, ‘Acid Rain’ or the title track of the upcoming record ‘Sons Of Tschernobyl’. An even though the message is very important, PRIPJAT are not deadly serious all the time. There is still some room for beer, boobs, and Beelzebub. Their statement nails it: “You can only play metal credibly if you love and live it!” While the band has been existing for only three years, they still managed to play a lot of gigs and record the four track demo ‘Liquidators’, which got very positive press response. It went even better for the debut record “Sons Of Tschernobyl” – an all-handmade piece of pissed-off in-your-face thrash. The press and fans response was overwhelming. The completely self recorded, mixed and mastered LP convinced the critics not only with its energy, diversity and a pissed off attitude. The raw and forceful sound contrasts to all the high end and ass licked modern productions. What a middle finger!

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REACTORY – Wer den Thrash will, der soll ihn haben!
Die vier Highspeed-Enthaupter der Knüppeltruppe Reactory hauen neben Thrashprüglern und morbidem Gemetzel auch gerne mal nen Mosh raus, der alles zerstampft und ordentlich Ärsche durch den Moshpit tritt.
Auch technisch spielen die vier Metalmaniacs in der ersten Liga; statt auf ewige Wiederholungen des immerselben Riffs setzen die Berliner auf kompromisslose Abwechslung und das auch öfters in Lichtgeschwindigkeit Warp 10. Schreigräte Hans Hazard hat dabei ordentlich Druck auf dem Kessel, der die Metalwalze erst so richtig zum rotieren bringt.
Abriss auf Metalgrößenniveau wie Kreator oder Destruction ist hier garantiert.

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